Triple X Factor

30 Aug 2021

Triple X Factor ist ein gut spielbares Werk für Xylophon [oder Marimba] Solisten mit ungestimmter Percussion und 2 Paukenbegleitung. Viele ungestimmte Percussion-Gruppen haben einen Perkussionisten, der auch gestimmte Percussion spielt. Allerdings ist das Repertoire für nur 1 Spieler an Mallets und ungestimmter Percussion recht begrenzt. Dieses Werk eignet sich gut als Intermezzo in einem Konzertprogramm, um den Spieler des gestimmten Schlagzeugs [der Lehrer/Dirigent kann sich auch in dieser Rolle manifestieren] ins Rampenlicht zu rücken.

In meinen Teenagerjahren trat ich regelmäßig als Xylophon-Solist mit Orchesterbegleitung auf. Dies war in den frühen achtziger Jahren, als das Xylophon immer beliebter wurde. Dies lag daran, dass HaFa-Komponisten wie Willy Hautvast und Harm Evers begannen, populäre Werke für Xylophon-Solisten mit Orchester zu komponieren. Es waren ausnahmslos Lieder in galoppierendem Tempo, bei denen sich der Solist mit meist schnellen Sechzehnteltönen mit funkelnder Klangfarbe deutlich über das Orchester erhob. Immer echte Publikumsmagnete.

Mit diesem Ansatz habe ich auch versucht, Triple X Factor zu schreiben. Drei klassische Melodielinien bilden die Grundlage des Werkes. Diese werden immer durch ein Intro der Pauken eingeleitet. Der erste Teil in herrschaftlicher Menuettform basiert auf einer Trompetenmelodie des Barockkomponisten Jean Philippe Rameau. Es folgt ein Marschpart, bei dem eine militärische Pfeifenflötenmelodie die Basis bildet. Die 3. Melodie, basierend auf 4 Tönen aus einer Pauken-Etüde von Franz Kruger, wird zunächst stilistisch als mittelalterlicher Tanz gespielt, kehrt dann im Finale zurück und endet mit schnellen Sechzehntelnoten in mitreißendem Galopptempo.

Jan Schipper

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